Veranstaltungen Herbst / Winter 2017
25.09.2017


Liebe Dante-Freunde,

ein reichhaltiges Programm erwartet uns in den Monaten bis Weihnachten. Bitte nehmen Sie es wahr und bringen Sie Freunde und Bekannte mit!

Was unsere Italienreise betrifft, so können leider nicht alle mitkommen, die sich gemeldet haben. Das liegt daran, dass die Reise innerhalb von 32 Stunden ausgebucht war. Dabei wurden die Anmeldungen gemäß ihrem zeitlichen Eingang berücksichtigt. Die übrigen mußten auf die Warteliste gesetzt werden. Wir bitten um Verständnis.

Eine Frage: Wenn es jetzt wieder früher dunkel wird und kälter, man nicht so lange draußen bleiben kann - wäre es da nicht eine gute Idee, etwas Italienisch zu lernen oder es wieder aufzufrischen? Wie bereits mitgeteilt, haben wir die Sprachkurse wieder aufgenommen, ein Anmeldeformular liegt bei, füllen Sie es aus, wenn Sie interessiert sind und senden Sie es zurück. Der genaue Beginn wird Ihnen noch mitgeteilt.

Zur Mitgliederversammlung am 25. Oktober, 17.30 Uhr dürfen wir Sie hiermit einladen. Es liegt ein Antrag auf Beitragserhöhung vor - dahingehend, dass der Beitrag auf 60 Euro erhöht wird, andererseits Ehepaare nur 60 und 40 Euro zahlen. Die bisherige Beitragshöhe liegt deutlich unter den sonst in München üblichen Beiträgen.


Mit herzlichen Grüßen

Dr. Wilhelm Schlötterer
Für Vorstand und Beirat

Italienreise 2017
2. - 6. Oktober
Italienreise nach Parma, Sant’ Agata zu Verdis Landhaus, Busseto und Verona
Auf die versandten Reiseunterlagen wird verwiesen.
Donnerstag, 12. Oktober
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str.7

Rom am Vorabend der Reformation - Römische Zustände und Luthers Thesen
Vortrag
Alois Uhl, Theologe

Eine sinnenfrohe und kulturell üppig blühende Kirche sehen wir im Rom der Renaissance, Kardinäle mit einem luxuriösen Lebensstil und Päpste, die sich als Kirchenfürsten gefallen und nicht ohne Hochmut auf die Barbaren im Norden schauen. Verschwendungssucht greift um sich und eine unersättliche Finanzgier, zumal ab 1506 eine neue Peterskirche entstehen soll. Der Bankierssohn Giovanni de`Medici bringt es als Papst Leo X. auf einen riesigen Berg Schulden und setzt den Ablass als Finanzquelle ein. Die umfangreichen Geldabflüsse nach Rom werden als schlimme Belastungen empfunden und führen zu einer antirömischen Stimmung. Dann ist es kein Wunder, dass Luthers Thesen wie ein Fanal wirken. Der Vortrag will bisher kaum beachtete Hintergründe aufzeigen in einer Zeit des Umbruchs.


Dienstag, 17. Oktober
16.45 Uhr
Alte Pinakothek
Barerstr. 27 - 80333 München
Kassenhalle
Führung in der Alten Pinakothek
Es führen: Asta von Unger Camill von Egloffstein

Wir betrachten Bilder von

Claude Lorrain „Die Verstoßung der Hagar“ - „Hagar
und Ismael in der Wüste“ - „Seehafen“

Nicolas Poussin „Apollo und Daphne“ - „Midas und Bacchus“

Vor Führungsbeginn treffen wir uns um 16.45 Uhr in der Kassenhalle.
Anmeldung bei:
Heliane Schmidt, schriftlich oder mündlich (Hardenstr. 1B, 80935 München, Tel. 089/313 81 87; E-Mail: h.schmidt@dante-muenchen.de)


Mittwoch, 25. Oktober
17.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str.7

Mitgliederversammlung
Tagesordnung

1. Bericht des Vorsitzenden
Bericht der Schatzmeisterin
Bericht des Vorstandsmitglieds für Reisen und Führungen
Bericht des Schriftführers
2. Diskussion
Entlastung des Vorstands
3. Beitragserhöhung


ANSCHLIESSEND


Mittwoch, 25. Oktober
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str.7

Der Palazzo Ducale und der Palazzo del Te in Mantua
Vortrag mit Bildern
Referent: Dr. Frank Henseleit, Kunsthistoriker

Die historisch und politisch wichtige Stadt Mantua wurde seit dem 14. Jahrhun-dert von der Adelsfamilie Gonzaga regiert. Bedeutende Zeugnisse dieser Herrschaft sind der Palazzo Ducale und der Palazzo del Te. Ersterer wurde als gewaltiger Herrschaftssitz konzipiert und birgt wichtige Kunstwerke, so unter anderem Freskenzyklen Andrea Mantegnas und Giulio Romanos. Der im Stil des Manierismus errichtete Palazzo del Te wurde von den Gonzaga als eine Villa Suburbana genutzt und beherbergt ebenfalls eindrucksvolle Wand-malereien, so die Sala di Psiche oder die Sala dei Giganti. Der Vortrag stellt anhand zahlreicher Abbildungen die kulturelle Blüte dieser beiden Paläste unter der Herrschaft der Gonzaga vor.


Mittwoch, 08. November
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str. 7

Reisebilder aus Italien - Lesung aus Berichten illustrer Autoren
Vortrag
Stephan Schäfer, Gründer des Kölner Künstlersekretariats

Seit Jahrhunderten zieht Italien Reisende in seinen Bann. Johann Wolfgang von Goethes legendäres Wort „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“ wurde zum Synonym für eine Sehnsucht nach Italien, die bis heute ihresgleichen sucht. Noch weit entfernt von Massentourismus und überfüllten Stränden machen sich Autoren wie Heinrich Heine, Charles Dickens, Mark Twain und Truman Capote auf den Weg ein romantisches Italien zu erkunden, das bis heute die Menschen immer wieder von Neuem verzaubert. Es sind keine Berichte pedantisch notierender Touristen aber auch nicht schwärmerische Ergüsse von Kunstenthusiasten. Sie vermitteln vielmehr ein eindrückliches und lebendiges Bild Italiens im 19. Jahrhundert. Durch ihr zu Wort gebrachtes Erleben wird man all dessen teilhaftig, was nicht im Reiseführer steht: der Fülle des Lebendigen, des unerschöpflichen Reichtums der Wirklichkeit.


Donnerstag, 16. November
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str.7

„Profumo d’Italia“ - eine bezaubernde Italienreise in kleinen literarischen Geschichten und bekannten Liedern
Lesung in deutscher und italienischer Sprache
Referenten: Valeria Vairo und Giuseppe Del Duca

Es liest Valeria Vairo aus ihrem Buch, erschienen unter diesem Titel.
Zugleich singt der Tenor Giuseppe del Duca canzoni italiane.

Genügend Italienerin, um mit den Gewohnheiten ihres Landes vertraut zu sein, ausreichend Ausländerin, um Widersprüchlichkeiten und Übertreibungen zu erkennen und darüber zu lachen. Mit leicht gespitzter Feder erzählt Valeria Vairo aus dem Alltag, in dem es um Familie und Rituale, Männer und Frauen, Religion und Aberglaube geht. In dem bisweilen chaotischen, aber häufig überaus kreativen Umgang mit den Herausforderungen des Alltags zeigt sich auch der ganze Charme italienischer Lebenskunst. Giuseppe del Duca bereichert den Abend mit bekannten italienischen Liedern aus der Tradition.


Freitag, 01. Dezember
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str. 7

Die architektonische Moderne als faschistische Staatsbaukunst
Vortrag mit Bildern
Dr. Kaija Voss, Architekturhistorikerin

Die Ästhetik der Moderne hat sich auf der ganzen Welt verbreitet: In Italien unter der Bezeichnung Futurismus oder Rationalismus. Wesentliche Bauten entstanden in den 1920er und 1930er Jahren während der Herrschaft Mussolinis. Die architektonische Moderne wurde in Italien ergänzt mit nationalen Elementen, ganz im Sinne der zentralen Propagandabegriffe der faschistischen Partei wie romanità und mediterraneità. Architekten wie Guiseppe Terragni, Adalberto Libera, Marcello Piacentini oder Angiolo Mazzoni gehören zu den wichtigsten Vertretern jener kühnen Ästhetik im Dienste des Faschismus. Zahlreiche Beispiele, wie das EUR-Gelände in Rom, die Stadtneugründungen Sabaudia und Latina, die im Rahmen der Urbarmachung der pontinischen Sümpfe entstanden, sowie die vielen italienischen Post- und Bahnhofsgebäude sollen die Architektur jener Zeit und den heutigen Umgang mit ihr aufzeigen.


Dienstag, 12. Dezember
16.45 Uhr
Alte Pinakothek
Barerstr. 27 - 80333 München
Kassenhalle
Führung in der Alten Pinakothek
Führung
Es führen: Asta von Unger Camill von Egloffstein

Wir betrachten Bilder von

El Greco „Heilige Veronika“ - „Entkleidung Christi“
Velasquez „Spanischer Edelmann“

Vor Führungsbeginn treffen wir uns um 16.45 Uhr in der Kassenhalle.
Anmeldung bei:
Heliane Schmidt, schriftlich oder mündlich (Hardenstr. 1B, 80935 München, Tel. 089/313 81 87; E-Mail: h.schmidt@dante-muenchen.de)


Mittwoch, 13. Dezember
19.30 Uhr
Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Str. 7

Jahresende und Neubeginn: Geburt und Erscheinung eines neuen Gottes in den Spuren seiner „heidnischen“ Vorgänger.
Vortrag
Prof. Dr. Johannes Nollé

Gerne glauben wir daran, dass mit dem Christentum und seiner Verkündigung eine vollkommen neue Religion mit völlig neuen frohen Botschaften aufgetreten sei. Dabei wird gerne übersehen, dass gerade die Weihnachtsgeschichte mit dem bedrohten Kind, mit den Engelschören und der Flucht nach Ägypten in uralten religiösen Traditionen steht und dass ebenso die Stilisierung des Christen-gottes als Sonne des Heils (Sol Salutis) gerade in der Zeit Konstantins des Großen einen weit verbreiteten Kult des heilbringenden Sonnengottes widerspiegelt. Der Vortrag wird versuchen, die griechisch-römischen Hintergründe unserer Weihnachts- und Neujahrstraditionen darzustellen und zu hinterfragen.