• 28. Oktober 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Dante und die Frauen, Dante und die Liebe“

    Referentin: Dr. Gabriella Caiazza

    Dantes gesamtes Werk ist von weiblichen Gestalten geprägt: Frauen, die tatsächlich im Leben des Dichters existierten; Frauen, die er liebte und idealisierte – Zeitgenossinnen oder aber allegorische Figuren, die seiner Fantasie entsprangen.

    Herausragend unter ihnen ist Beatrice – eine Frau, die tatsächlich gelebt hat, aber zugleich eine imaginäre Gestalt, Muse und ewige Liebe darstellt, der Dante sein gesamtes Werk widmete. Dieser Gestalten und ihrer Bedeutung für die Poesie des großen Dichters werden wir uns in dieser Sitzung widmen.

  • 30. Oktober 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Gaetano Donizetti, Johann Simon Mayr und die geistliche Musik“

    Referent: Maestro Fabrizio Capitanio

    Ausgehend von Donizettis Requiem in d-Moll beleuchtet Capitanio die wichtigsten geistlichen Kompositionen von Mayr und Donizetti und zeigt, welche Bedeutung die sakrale Musik innerhalb von Donizettis umfangreichem Werk einnimmt.

    Dr. Fabrizio Capitanio

    Besonders spannend: Donizettis Beschäftigung mit geistlicher Musik begann bereits während seiner Jugendjahre in Bergamo und Bologna (1813-1821) und setzte sich später mit bedeutenden Werken wie dem Requiem zum Gedenken an Vincenzo Bellini, der Messa di Gloria e Credo und dem Miserere in g-Moll fort.

     Am 31. Oktober wird Donizettis Requiem in d-Moll im Herkulessaal aufgeführt, präsentiert vom MaxChor und der Simon Mayr-Gesellschaft unter der Schirmherrschaft des italienischen Generalkonsulats in München.

    Karten bei München Ticket und an der Abendkasse.

  • 12. November 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Dante und die Politik: Farinata und Bonifatius VIII“

    Referent: Dr. Corrado Conforti

    Dante erwartete viel von der Politik, wurde jedoch von ihr überwältigt. Als überzeugter Guelfe – also als Anhänger der Kirche – verdankte er sein politisches Scheitern ausgerechnet einem Papst: Bonifatius VIII., den er schon zu dessen Lebzeiten zur Verdammnis in der Hölle verurteilt hatte. Dem „Vater der italienischen Literatur“ fehlten jene Flexibilität und jener Opportunismus, die seit jeher das Rüstzeug all jener sind, die sich im öffentlichen Leben betätigen wollen. Dennoch hatte er Glück: Er entging dem Scheiterhaufen, musste aber bis an sein Lebensende im Exil leben.

  • 19. November 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Canto XXVI – Inferno – die letzte Fahrt des Odysseus“

    Referent: Dr. Corrado Conforti

    Den Auftakt bildet eine sarkastische Schmährede gegen Florenz, aus dessen Bürgerschaft Dante im vorangegangenen Gesang – dem der Diebe – fünf Personen wiedererkannt hatte. Nun führt der Weg in den Kreis der betrügerischen Ratgeber, die in Flammen gehüllt verbrennen. Eine dieser Flammen spricht: Es ist Odysseus, der von seinem „tollen Flug“ berichtet – „toll“ deshalb, weil das Streben nach Erkenntnis (la canoscenza) an sich zur Todsünde wird, sobald es die von Gott gesetzten Grenzen überschreitet. Doch sieht Dante das tatsächlich so, oder bewundert er im Grunde seines Herzens nicht vielmehr die Kühnheit des homerischen Helden?

  • 26. November 2026
    Beginn: 20:30 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Canto XXXIII – Inferno – Mehrfachmord im Hungerturm“

    Referent: Dr. Corrado Conforti

     In der Tolomea, jenem Höllenkreis, in dem die Verräter an ihren Gästen bestraft werden, begegnete Dante der Hauptfigur einer Horror-Geschichte, die eines Dario Argento (italienischer Regisseur) in Bestform würdig wäre (Graf Ugolino della Gherardesca), sowie dem Protagonisten einer Geschichte über familiären Hass, die eines Mario Monicelli in Bestform würdig wäre (Branca Doria, genueser Patrizier). Doch der eigentliche Protagonist des XXXIII. Gesang der Hölle ist das Machtstreben. Gegen das Pisa des Grafen Ugolino und das Genua des Branca Doria schleudert Dante zwei Schmähreden, die sprichwörtlich geworden sind.

  • 09. Dezember 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Dante, die Dichtung und die Sprache“

    Referentin: Dr. Gabriella Caiazza

    Dante gilt als Vater der italienischen Sprache, er erforschte die Volkssprache (*volgare*) und verlieh ihr Würde, indem er aufzeigte, dass sich auch höchste Themen wie Theologie oder Philosophie in ihr ausdrücken lassen. Er machte den florentinischen Dialekt zu einem überaus kraftvollen Ausdrucksmittel, das später die Grundlage der italienischen Sprache bildete. Doch dies ist nicht das einzige Verdienst unseres Dichters. Wir werden uns an diesem Abend auch mit den politischen Implikationen und den poetischen Strategien befassen, die mit der Entscheidung für die „vulgari eloquentia“ (die Beredsamkeit in der Volkssprache) verbunden waren.

  • 15. Dezember 2026
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Istituto Italiano di Cultura München - Hermann-Schmid-Strasse, 8 - 80336 München
    „Tutto nel mondo è burla“

    Referent: Prof. Thomas Gropper

    Nach „Aida“ und der Messa da Requiem wollte der gut 60 Jahre alte Giuseppe Verdi sein Schaffen als abgeschlossen sehen, da befeuerte ihn der befreundete Arrigo Boito noch zu seinen krönenden Alterswerken „Otello“ und „Falstaff“. Verdi hatte William Shakespeare immer für den größten aller Dichter gehalten, aber ihn noch nicht „gemeistert“. Jetzt war er in der Lage, dessen Theater umzusetzen. Was fand Verdi dort so einzigartig realisiert? Ein Gipfeltreffen …