Veranstaltungen

Veranstaltungen Frühling / Sommer  2019

  1. April 2019

Liebe Dante-Freunde,

hiermit dürfen wir Sie zu den Veranstaltungen der Sommermonate einladen. Das Programm ist so bunt gefächert, dass es für jeden ansprechend erscheint, zumal wir auch neue Referenten gewinnen konnten.

Zugleich betrauern wir den überraschenden Tod von Herrn Alois Uhl, der uns über 20 Jahre hinweg mit Vorträgen über hochinteressante Themen, insbesondere aus dem Bereich der Päpste erfreut hat. Am 16. März entschuldigte er sich telefonisch vielmals dafür, dass er seinen Vortrag über die Medici am 18. März krankheitshalber nicht halten könne, tags darauf endete sein Leben. Wir gedenken seiner mit großer Anerkennung und Dankbarkeit.

Unsere diesjährige Italienreise wird vom 15. bis 20. September stattfinden. Ziele sind die Insel Elba, die Maremma, die Insel Giglio und Pisa. Demnächst werden Ihnen die Reiseunterlagen zugehen.

Der Vorstand hat beschlossen, dass unsere Gesellschaft, der Vereinigung deutsch-italienischer Kulturgesell-schaften, kurz VDIG beitritt (jährlicher Beitrag: ca. 270 Euro). Dies ist mit Beitrittserklärung vom 23. Januar 2019 erfolgt. Ein wesentlicher Grund war, dass der VDIG eine bundesweite Liste der besten Referenten zu italienischen Themen führt.

Im Rahmen unseres Programms hat der VDIG am 7. März 2019 einen sehr gelungenen „Lesemarathon“ zu Alessandro Manzonis „Die Brautleute“ veranstaltet. Zugegen war der neue italienische Generalkonsul Enrico De  Agostini, der die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Unsere Sprachkurse:

– Der Sprachkurs A1 – A2 beginnt am Freitag, 10. Mai um 16.30 Uhr und endet am Freitag, 12. Juli – 8 x 2 Stunden –  Kosten: 150 Euro

– Der Konversationskurs geht weiter. Es sind noch Plätze frei!

Anmeldung bei Antonio Macrì (Tel. 089/448 20 80; e-mail: antonio.macri@googlemail.com)

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Wilhelm Schlötterer

Für Vorstand und Beirat

 

 

Termine & Veranstaltungen

  • 22. Mai 2019
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
    „Augsburg, die Provinzhauptstadt im Zeichen des Merkur“

    Vortrag mit Lichtbildern

    Referent: Manfred Hahn, Direktor des römischen Museums Augsburg

    Wer heutzutage etwas über römische Geschichte hört, denkt zuerst an militärische Auseinandersetzungen. Der römische Mann trägt in der Vorstellung der meisten Menschen Uniform und Schwert. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung war aber tatsächlich in Handel und Wirtschaft beschäftigt. Dies trifft auch ganz besonders auf die Bürger des römischen Augsburg zu, für mehrere Jahrhunderte Hauptstadt, Verwaltungs- und Handelszentrum eines Gebietes, welches flächenmäßig dem heutigen Bayern nicht nachstand.

    Grundlage war ein gut ausgebautes Straßen- und Flußverkehrsnetz, das die Stadt mit vielen Provinzen und dem italienischen Mutterland verband. Zahlreiche Spuren in der Stadt und im Umland konnten in den letzten Jahr-zehnten durch archäologische Ausgrabungen vor der Zerstörung gerettet und zum Teil wieder sichtbar gemacht werden. Der Vortrag zeigt unter anderem Beispiele, warum Merkur, zuständig für Kaufleute und Diebe, der wichtigste Gott in Augusta Vindelicorum war.

  • 11. Juni 2019
    Beginn: 15:30 Uhr
    Ende: 17:00 Uhr
    Ort: Alte Pinakothek-Barer Str. 27, 80333 München
    „Utrecht, Caravaggio und Europa“ Ausstellung in der Alten Pinakothek

    Es führt: Asta von Unger    (Anmeldung erforderlich, s. unten)

    Welch ein Schock muß es für die drei Utrechter Maler Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirk van Baburen gewesen sein, als sie in Rom erstmals auf die atemberaubenden und unkonventionellen Gemälde Caravaggios trafen. Beschrieben als „wunderliche Dinge“ waren dessen Werke von einem neuartigen Realismus, eindrucksvollem Drama und mysteriösem Licht gekennzeichnet und stilprägend für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht entwickelte Ausstellung zeigt rund 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten „Caravaggisten“ – darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch daheim großen Erfolg hatten.

  • 12. Juni 2019
    Beginn: 16:00 Uhr
    Ende: 17:30 Uhr
    Ort: Alte Pinakothek-Barer Str. 27, 80333 München
    „Utrecht, Caravaggio und Europa“ Ausstellung in der Alten Pinakothek

    Es führt: Asta von Unger

     Bitte unbedingt sich vorher für den gewählten Tag anmelden:

    Die Anmeldung erfolgt bei Antonio Macrì:

    e-mail: antonio.macri@googlemail.com

    Fax: 66 00 71 04, Tel. 448 20 80

    Bitte für eventuell notwendigen Rückruf Ihre Kontaktdaten angeben!

  • 28. Juni 2019
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
    Der Weg über die Alpen – Austausch von Waren, Wissen und Wundern zwischen Italien und Bayern

    Vortrag mit Lichtbildern

    Referentin: Martina Sepp, Dozentin

    Seit Jahrtausenden bilden die Alpen eine Transregion zwischen Nord und Süd, die Schwierigkeit sie zu überwinden verlangsamte und erschwerte jedoch bis ins 19. Jhd. den Transfer von Waren und Wissen zwischen Italien und Bayern.

    Den Grundstock für die Infrastruktur der Handelswege über die Alpen legten die Römer mit ihrem gewaltigen Expansionswillen. Seit dem Mittelalter wird Venedig durch die Kreuzzüge für die Erschließung des Orienthandels wichtig. Luxusprodukte wie Seide und Gewürze werden gegen Pelzwaren und Metalle eingetauscht.

    Zeugnis für diesen florierenden Warenaustausch ist der Fondaco dei Tedeschi, Handelsniederlassung der deutschen Kaufleute am Canal Grande. Entlang der Route über Brenner, Fernpass und Reschen profitieren Märkte wie Bozen, Innsbruck und Mittenwald vom regen Handel, transportiert werden die Güter von Säumern und der Rottfuhr – einem frühen Speditionsverfahren. Doch es sind nicht nur Handelswaren, die ihren Weg vom Süden nach Bayern finden, Künstler und Handwerker zieht es in die großen Kulturzentren Italiens. Die dort erworbenen neuen Erkenntnisse, Ideen und künstlerischen Impulse führen wiederum zur Blüte in bayerischen Metropolen.

  • 11. Juli 2019
    Beginn: 18:00 Uhr
    Ort: Bayerisches Nationalmuseum - Prinzregentenstraße 3, 80538 München
    „Barocker Luxus“ – Führung in der Barockabteilung des Bayer. Nationalmuseums

    Die neueröffneten, spektakulären Räume mit Meisterleistungen des Barock stehen im Mittelpunkt.

    Es führen: Kunsthistorikerinnen (N.N.) des Nationalmuseums

  • 26. Juli 2019
    Beginn: 17:30 Uhr
    Ort: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
    Dante-Mitgliederversammlung

    Tagesordnung:

    Jahresbericht 2018 des Vorsitzenden

    Bericht der Schatzmeisterin

    Bericht des Sekretärs

    Diskussion

    Entlastung des Vorstands

     

    Anschließend:

  • 26. Juli 2019
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
    Bürger – Kunst – Mäzene: Die venezianischen „Scuole“

    Vortrag mit Lichtbildern

    Referentin: Dr. Dorothee Siegelin

    Seit dem Mittelalter entstanden in vielen Teilen Europas Bruderschaften als geistliche und karitative Kooperationen. Diese, in Venedig „Scuole“ genannten Bruderschaften, spielten eine zentrale Rolle im sozialen und gesellschaftlichen Leben der Stadt. Sie verteilten Almosen, errichteten Krankenhäuser und stellten Mitgiften für die Töchter ärmerer Brüder bereit. Daneben errichteten sie große Miethäuser und verwalteten Immobilien. Bei der alljährlichen Frohnleichnams-prozession traten sie repräsentativ und als geschlossene Gruppe auf. Ihre größte Bedeutung erreichten sie in der Renaissance.

    Als Ausdruck ihres gesteigerten Ansehens gaben sie seit dem 15. Jahrhundert große Gemäldezyklen bei den bekanntesten venezianischen Künstlern in Auftrag, die sich aus heutiger Sicht wie ein Spiegelbild Venedigs der damaliegen Zeit lesen lassen. Ebenso ließen sie prachtvolle Bauten errichten, die als Zunftgebäude dienten und teilweise auch karitative Einrichtungen beherbergten.

    Die Scuola di San Rocco war eine der bedeutendsten Venedigs. Sie ließ sich im 16. Jahrhundert ein palastartiges, neues Bruderschaftshaus in der Nähe der Frari Kirche errichten, ausgeschmückt mit 56 Gemälden Tintorettos, die die Wunder des Heiligen Rochus, ihres Schutzpatrons, mit damals vollständig neuartigen künstlerischen Mitteln darstellen.