Veranstaltungen

Veranstaltungen Januar-April 2020

  1. Dezember 2019

Liebe Dante-Freunde,

alles Gute zum Neuen Jahr wünschen wir und viel Freude an all den Veranstaltungen, die da kommen. Ein besonderes Ereignis wird der „Lesemarathon“ sein, den die Vereinigung der deutsch-italienischen Gesellschaften (VDIG), der auch unser Comitato angehört, wie schon dieses Jahr auch 2020 in München abhalten wird und zwar gemeinsam mit uns am 5. März, 20  Uhr im Literaturhaus. Gelesen und kommentiert wird der Jahrhundertroman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa „Il gattopardo“ / „Der Leopard“, neu übersetzt von Burkhard Kroeber, der teilnehmen wird. Die gleiche Veranstaltung wird zur gleichen Zeit in allen der VDIG angehörenden deutsch-italienischen Gesellschaften stattfinden, von Lübeck bis München, daher „Lesemarathon“.

Am Konzept der nächsten Italienreise  – es geht voraussichtlich nach Mailand („Auf den Spuren der Langobarden“) –  arbeitet unser bewährtes italienisches Reisebüro. Beginn der Reise: 12. September 2020. Unsere liebe Heliane Schmidt hat sich bereiterklärt, diese Reise zu organisieren – vielen vielen Dank!

Unsere Sprachkurse werden fortgesetzt, wir möchten neue Interessenten dazu einladen. Im Übrigen: Wäre es nicht eine gute Idee, auf der Suche nach einem Geschenk für jemanden eine Jahresmitgliedschaft in unserem Comitato oder einen Sprachkurs zu schenken?

Schließlich dürfen wir um die Überweisung des Jahresbeitrags 2020 (und, soweit säumig, auch noch den für 2019!) in Höhe von 60 Euro und für den Ehepartner in Höhe von 40 Euro auf unser Konto bei der Postbank bitten (IBAN DE36 7001 0080 0400 9988 05), steuerlich abzugsfähig als Spende.

Hinzuweisen ist noch darauf, dass im Verlag Peter Rump das neue Buch von Gerhard Kotschenreuther „Rom – 100 unbekannte und geheimnisvolle Orte“ erschienen ist.

Herzliche Grüße

Dr. Wilhelm Schlötterer

für Vorstand und Beirat

 

 

 

 

 

Termine & Veranstaltungen

  • 05. März 2020
    Beginn: 20:00 Uhr
    Ende: 21:30 Uhr
    Ort: Literaturhaus - Salvatorplatz 1, 80333 München
    Einladung zum Lesemarathon im Literaturhaus: Giuseppe Tomasi di Lampedusa „Il gattopardo” / “Der Leopard”

    (Gemeinschaftsveranstaltung mit der VDIG)

    „Der Leopard“ ist ein Jahrhundertroman. Aber als der Autor am 23. Juli 1957 an Lungenkrebs starb, wusste er nicht einmal, ob sich überhaupt ein Verlag bereitfinden würde, seinen Roman zu veröffentlichen. Die Verlage Einaudi und Mondadori hatten ihm Absagen erteilt. Das Buch schien rückwärtsgewandt, nicht zum aufstrebenden Klima jener Wirtschaftswunderjahre passend. Über Umwege kam es schließlich zur Publikation bei Feltrinelli. Der Film Luchino Viscontis im Jahr 1963 steigerte die Popularität des Gattopardo nochmals beträchtlich.

    Die Präsentation ist teils Vortrag, teils Lesung, aufgeteilt auf verschiedene Sprecher.

  • 13. März 2020
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Straße 7, 80539 München
    „Bilderrätsel – rätselhafte Bilder der Renaissance“

    Vortrag mit Lichtbildern

    Referentin: Dr. Dorothée Siegelin

    Ob Botticellis „Primavera“, Giorgiones „Tempesta” oder Piero della Francescas “Geißelung Christi”, in der Renaissance entstand eine ganze Reihe von Bildern, die sehr bekannt sind und uns vertraut erscheinen. Oft können sie jedoch bis heute nicht eindeutig gedeutet werden und Kunsthistoriker schlagen eine Vielzahl unterschiedlicher, teils kontroverser Interpretationen dieser Werke vor. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sie in einer Zeit gemalt wurden, als das Medium „Tafelbild“ noch nicht besonders alt war. Im Laufe des 15. Jahrhunderts findet eine geradezu explosionsartige Entwicklung statt: Innerhalb kürzester Zeit wird von Malern eine Fülle neuer Formen, aber auch Inhalte und Themen entwickelt. Künstler wollten nicht mehr ausschließlich als Handwerker verstanden werden, sie begriffen ihre Tätigkeit auch als eine selbständige geistige und kreative Arbeit. Dementsprechend sollten sie gebildet und belesen sein und statteten ihre Bilder mit einer Flut literarischer, philosophischer, historischer, kunsthistorischer und politischer Anspielungen und Verweise aus. Sie legten „Fährten“ aus für ein interessiertes und ebenso wie sie gebildetes Kunstpublikum, das es in dieser Form zuvor nicht gegeben hatte. Es entstanden Bilder, die wahrscheinlich bewusst von Anfang an nicht auf Eindeutigkeit hin ausgelegt waren – eben Bilderrätsel!

  • 08. April 2020
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Straße 7, 80539 München
    „Die Habsburger in Italien (1740 – 1919) – eine spannungsreiche und folgenreiche Beziehung“

    Vortrag

    Referent: Dr. Stefan Winter

    Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, dem Untergang der ehemals wichtigen Habsburgermonarchie und dem Erwerb von Triest, Trient und Südtirol durch Italien wurde eine Geschichte abgeschlossen, die um 1740 mit Maria Theresia so verheißungsvoll begann und durch ihren Sohn Leopold in der Toskana mit einer eindrucksvollen Reformpolitik fortgesetzt wurde.

    Der aufkommende italienische Nationalismus im 19. Jahrhundert und die harte Reaktion der österreichischen Behörden darauf veränderte das frühere Einvernehmen. 1848, 1859 und 1866 markierten die historischen Zäsuren. Fraglich aber bleibt, ob nicht bis heute Spuren der Habsburger, etwa in Triest, Padua oder Venedig auf eine dauerhafte Präsenz hinweisen, in der Literatur, dem Alltag oder in einem besonderen Lebensgefühl.

  • 24. April 2020
    Beginn: 19:00 Uhr
    Ende: 20:30 Uhr
    Ort: Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Straße 7, 80539 München
    Der Aufstieg des Matteo Salvini – Neofaschismus in Italien?

    Vortrag

    Referent: Dr. Hans Woller

    Der Aufstieg des Matteo Salvini, als Anführer der Lega und Innenminister, zum mächtigsten Politiker Italiens war atemberaubend, seine Umfragewerte trotz seiner rüden populistischen Parolen und leeren Versprechungen unfassbar hoch. Seine ans Volk gerichtete Forderung: „Gebt mir alle Vollmachten!“ erinnerte an Mussolini. Wie konnte es soweit kommen? Und wie geht es weiter? Wird Salvini, nunmehr als Anführer der Opposition noch stärker, was seine politischen Gegner befürchten? Dr. Woller, früher am Institut für Zeitgeschichte tätig, Autor einer Biografie Mussolinis sowie des Werks „Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert“ wird dazu eine kompetente Einschätzung geben.