Aussetzen der Vereinsaktivitäten

Liebe Freundinnen und Freunde der Società Dante Alighieri München  liebe Mitglieder,

cari amici e care amiche della Dante München, cari soci,

wie Sie durch die Medien bereits erfahren haben, sind wir leider verpflichtet, sämtliche Vereinsaktivitäten, die in diesem Frühjahr geplant waren (wie unsere Sprachkurse und Vorträge) einzustellen.

Aus heutiger Sicht wird unser nächster  Veranstaltungskalender im September erscheinen. In diesen Tagen haben wir uns aber auch überlegt, welche Aktivitäten – wenn auch in abgeänderter Form – weitergeführt werden könnten. So haben wir auf  unsere Homepage , unter Aktuelles, eine neue Rubrik mit dem (zugegeben nicht sehr originellen ) Namen „Etwas zum lesen“ eingestellt.

Wir sind zuversichtlich, dass wir es gemeinsam schaffen werden: insieme ce la faremo!

Ab September werden wir hoffentlich unser  Vereinsleben wieder in vollem Umfang aufnehmen können. So freuen wir uns jetzt schon darauf, Sie bei der einen oder der anderen Veranstaltung aus unserem breiten Kulturangebot begrüßen zu dürfen.

Wir durchleben alle eine besonders schwierige Zeit. Trotz der veränderten Lebensumstände möchten wir Ihnen abschließend ein schönes und fröhliches Osterfest sowie alles Gute für die kommenden Monate wünschen. Bleiben Sie gesund!

Con i più cordiali saluti e i migliori auguri di buona Pasqua da noi tutti,

Mit herzlichen Grüßen,

der Vorstand und das gesamte Team der Società Dante Alighieri, Comitato di Monaco di Baviera.

 

 

Videokonferenz zum Thema Bayreuther Festspiele

Liebe (Wagner-)Freunde,

 

ich möchte Sie gerne auf eine Veranstaltung hinweisen, die ich am 24. Juli 2020, also dem Vorabend der abgesagten Bayreuther Festspiele, machen werde. Unter dem Titel „Bayreuths Riesen“ werde ich in einer Videokonferenz über die Bayreuther Ring-Inszenierungen von der Uraufführung bis heute sprechen. Anhand von vielen Filmausschnitten und Fotos werde ich ausgewählte Ring-Szenen, z.B. den Auftritt der Riesen, den Walkürenritt und das Ende der Tetralogie, vergleichend analysieren. Die Videokonferenz werde ich mit dem Programm „Zoom“ durchführen, wobei jeder Teilnehmer, wo er sich auch gerade befindet, aktiv mitmachen und selbstverständlich auch eigene Gedanken äußern kann.

 

Alle weiteren Informationen zur Teilnahme und ein Anmeldeformular finden Sie auf meiner Homepage:

http://www.sabine-sonntag.de/page29.html

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie Interesse hätten und auch Ihre Mitglieder auf diese Veranstaltung hinweisen würden.

 

Mit Dank und besten Grüßen

Sabine Sonntag

 


Dr. phil. Sabine Sonntag
Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Visiting Professor IPU Berlin (International Psychoanalytic University)

Qualcosa da leggere e da vedere- Empfehlungen für Lese- und Videofreunde

Ausgangssperre, Quarantäne und …. Alle, die jetzt (lieber) zu Hause bleiben (müssen) angesichts des Coronavirus, fragen sich was anfangen mit der vielen Zeit ? Nach draußen gehen ist nur mit gewissen Abstand erlaubt und wer weiß jetzt gerade wo denn schon wieder der Meterstab ist? Also einfach daheimbleiben und die viele Freizeit genießen.

Aber während der nächsten Wochen bleiben Bibliotheken und Büchereien geschlossen….

Sie können in dieser Zeit, hier auf unserer Homepage,  Lesestücke und Videoclip finden, auf Deutsch und selbstverständlich auch auf Italienisch.

 

Noch eine  (zweisprachige) Erzählung von Matilde Tortora:

un racconto di Matilde Tortora

 

Cinema sul retro

Ho avuto diciott’anni più di una volta, anche mesi fa entrando in una sala di cinema per ballare stretta ad alcuni dei miei sogni, ai piedi non i consueti stivali di inizi dicembre che avevo indossato per ripararmi dalla pioggia, ma quel che mi parve fossero scarpe fini a punta. E più adatte alla bisogna.

Lo schermo era già acceso, anche se le luci in sala erano ancora non del tutto spente, ma solamente abbassate. Lo schermo mi apparve essere fatto come di pelleova, rallentai i passi, per allinearmi a quella finissima tessitura.

Mi venne in mente che zia Rosellina con la sua macchina da cucire Singer, ogni qualvolta si annunciava una nascita nella nostra numerosa famiglia, tagliava e cuciva impalpabili indumenti in pelleova per il nascituro o per la nascitura.
In uno scomparto della sua Singer scorgevo anche una cesta con rocchettine di cotone e piccoli bottoni, alcuni luminescenti di madreperla, che sul retro avrebbero concesso di abbottonare le camicine al neonato.

Il Poliziano ebbe a scrivere secoli fa: m’illudo di toccare come anguilla la lingua, intendendo il toccare le parole, le innumerevoli parole che andava scrivendo e investigando fino a farne poesia.

Anche a me è parso, più di una volta, di toccare le parole come sguscianti anguille, e di avere, nel contempo, sulle labbra il sapore rosso velluto di alcune tende, mentre sulle mani persisteva una piccola scheggia di legno che mi aveva punto nel ribaltare il sedile per sedermi al cinema, il che (scheggia e sapore) mi faceva più certa di essere nel posto giusto, laddove davvero volevo stare.

Da quel dicembre non sono più andata al cinema e andarvi infine è stato a tutti noi precluso. Soppiantato da “io ti vedo, tu mi senti?”, “io ti sento, tu mi vedi?” un mantra troppo chiaro rimbalzato da tante messe in scena online e da profluvie di parole, le più senza sapore.

Ed è invalsa la paura di toccare anche minimi bottoni, di toccare stoffe, figuriamoci poi il tesserle o cucirle.
Sicché infilo e sfilo guanti, ripenso nel farlo alla signora Dalloway di Virginia Wolf che s’appresta a uscire di casa, alla parafrasi sul ritrovamento di un guanto che tanto ispirò l’artista Max Klinger, avverto l’insulso sapore sintetico dei guanti usa e getta e premo bottoni d’avvio dell’ascensore come si potesse, in controluce, scorgere il virus e prenderne le distanze.

Ma nei sogni io m’avvicino alla cassiera, chiedo il biglietto, calzo scarpe dalla punta sottile, vado ogni notte al cinema. E di nuovo ho diciott’anni. Ancora, ancora. Nonostante tutto.

DAS KINO IM HINTERHOF – EINE ERZÄHLUNG VON MATILDE TORTORA

Ich war mehr als einmal achtzehn Jahre alt, sogar vor einigen Monaten in einen Kinosaal, um eng mit einigen meiner Träume zu tanzen, an den Füßen nicht die üblichen Stiefel von Anfang Dezember, die ich trug um mich  vor dem Regen zu schützen, aber, wie es mir schien, steckten meine Füße in  feinen spitzen Schuhe. Und sie waren sicherlich  besser für die Gelegenheit geeignet.

Die Leinwand  war bereits beleuchtet, obwohl die Lichter im Raum noch nicht ganz ausgeschaltet, sondern nur gedimmt waren. Sie schien mir wie  aus feinsten Musselin Tuch  gemacht zu sein, deswegen verlangsamte ich  die Schritte, um im Einklang mit dem sehr feinen Stoff zu sein.

Mir kam in Erinnerung, dass Tante Rosellina mit ihrer Singer-Nähmaschine, wann immer eine Geburt in unserer großen Familie sich  angekündigt hatte, hauchdünne Kleider aus Musselin für das ungeborene Kind schneiderte und nähte.
In einem der Fächer  ihrer  Singer Nähmaschine, sah ich auch einen Korb mit Baumwollspulen und kleinen Knöpfen, einige leuchtend aus Perlmutt, die auf der Rückseite des Kleides erlaubt hätten  die Hemdchen des Neugeborenen zu knöpfen.

Poliziano (ein italienischer Humanist und Dichter ; Anm. d. Übers.) schrieb vor Jahrhunderten: Ich bilde mir ein , wie ein schlingender Aal die Wörter der Sprache zu berühren. Er meinte damit die unzähligen Wörter, die Begriffe, die er schrieb und untersuchte, solang zu liebkosen und schmeicheln, bis sie Poesie wurden….

Auch mir schien es mehr als einmal die Wörter wie  schlängelnde  Aale zu berühren und gleichzeitig den samtroten Geschmack einiger Vorhänge auf meinen Lippen zu spüren, während in der Haut meiner Hand ein kleiner Holzsplitter steckte, der sich beim Kippen des Holzsitzes eingebohrt hatte. All dies, Holzsplitter und Geschmack, hatte mir bestätigt, an der richtigen Stelle zu sein, wo ich unbedingt sein wollte.

Seit diesem Dezember bin ich nicht mehr ins Kino gegangen, weil sie durch eine Regierungsverordnung geschlossen wurden.

Verdrängt von „Ich sehe dich, hörst du mich?„ und „Ich höre dich, siehst du mich?„ ein Mantra, das zu deutlich aus so vielen Online-Inszenierungen und Wortschwall abprallte, Worte die mir bedeutungslos schienen.

Und nun sind wir so weit,  dass wir Angst haben sogar  kleine Knöpfe und Stoffe zu berühren,  geschweige denn zu weben oder zu nähen.

Also ziehe ich Handschuhe an und aus, ich denke dabei an Lady Dalloway von Virginia Wolf zurück, die kurz davor ist, das Haus zu verlassen, an die Umschreibung der  Entdeckung eines Handschuhs, die den Künstler Max Klinger so inspiriert hat. Ich spüre  den  synthetischen Geschmack von Einweghandschuhen und drucke  die Knöpfe des Aufzugs, als ob es  möglich wäre  im Gegenlicht das Virus zu  sehen und den richtigen Abstand wahren zu können.

Aber im Traum nähere ich mich der Kassiererin, frage nach dem Ticket, trage spitze Schuhe. Ich gehe jeden Abend ins Kino. Und ich bin wieder achtzehn. Wieder und  wieder. Trotz allem.

(Übersetzung: Antonio Macrì)

 

Unsere Sprachkurse

Liebe Dante Freunde,

wir bieten folgende Sprachkurse an:

„Italienisch für den Urlaub“

Dieser Kurs richtet sich an Anfänger ohne / oder mit geringen Vorkenntnissen.

Sie werden mit dem Dozenten Pasquale Episcopo die ersten Schritte in dieser Sprache wagen und dabei auch Einiges über den italienischen Alltag erfahren.

Wir lernen ohne Druck, aber mit viel Freude.

8×90 Minuten, mit 8-10 Teilnehmer.

Kosten: Euro 150,-    Eine Probestunde ist kostenlos.

Der Kurs beginnt am Mittwoch, den 19. Februar 2020, von 18.30 bis 20.00 Uhr  in den Räumlichkeiten des ASZ-Haidhausen, Wolfgangstr.  18, München 81667

Anmeldungen unter:        sprachkurs@dantemuenchen.de

Oder bei Antonio Macrì, Tel.: +49  0151 12 16 64 55

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Ein weiterer Sprachkurs „Freude am Lesen“, geleitet von der Dozentin Francesca Rossi, läuft bereits, ebenfalls im ASZ-Haidhausen.

Der Kurs findet am Freitag von 15.oo bis 16.30 statt.

Beitritt ist jederzeit möglich. Eine Probestunde ist kostenlos.

10×90 Minuten, mit 8 bis 10 Teilnehmer.

Kosten: Euro 180

Anmeldung ebenfalls bei Antonio Macrì.