start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
Vortrag mit Lichtbildern
Referent: Manfred Hahn, Direktor des römischen Museums Augsburg
Wer heutzutage etwas über römische Geschichte hört, denkt zuerst an militärische Auseinandersetzungen. Der römische Mann trägt in der Vorstellung der meisten Menschen Uniform und Schwert. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung war aber tatsächlich in Handel und Wirtschaft beschäftigt. Dies trifft auch ganz besonders auf die Bürger des römischen Augsburg zu, für mehrere Jahrhunderte Hauptstadt, Verwaltungs- und Handelszentrum eines Gebietes, welches flächenmäßig dem heutigen Bayern nicht nachstand.
Grundlage war ein gut ausgebautes Straßen- und Flußverkehrsnetz, das die Stadt mit vielen Provinzen und dem italienischen Mutterland verband. Zahlreiche Spuren in der Stadt und im Umland konnten in den letzten Jahr-zehnten durch archäologische Ausgrabungen vor der Zerstörung gerettet und zum Teil wieder sichtbar gemacht werden. Der Vortrag zeigt unter anderem Beispiele, warum Merkur, zuständig für Kaufleute und Diebe, der wichtigste Gott in Augusta Vindelicorum war.