start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Straße 7, 80539 München
Referent: Prof. Dr. Johannes Nollé
Im Jahre 6 n. Chr. stellte Kaiser Augustus Judaea unter direkte römische Verwaltung. In den folgenden 60 Jahren nahmen die Spannungen zwischen römischen Imperialisten, die die Weltherrschaft beanspruchten, und jüdischen religiösen Eifern, die einen Gottesstaat errichten wollten, immer mehr zu. Im April des Jahres 66 kam es zu der Großen Revolte, die im August 70 mit der Zerstörung des Tempels und der Tötung und Versklavung großer Teile der jüdischen Bevölkerung endete. Die Brutalität der Römer bei der Niederschlagung des Aufstandes und die Demütigung der Unterlegenen waren beispiellos und hatten vor allem damit zu tun, dass die neue Dynastie sich mit militärischen Erfolgen eine Legitimierung ihrer Herrschaftsübernahme verschaffen wollte. In Rom erinnern noch heute zahlreiche Bauten an diese Ereignisse. Münzen der Aufständischen lassen die Beweggründe für den Aufstand erahnen, römische Münzen das brutale Auskosten des Triumphes durch die Sieger.