start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto Cervantes - Alfons-Goppel-Strasse 7 - 80539 München
Vortrag mit Powerpoint-Präsentation
Referentin: Martina Sepp
Mit dem Zeitgeist der Renaissance erblüht in Italien die Sammelleidenschaft der weltlichen Fürsten, die Freude an Kunstwerken, kunsthandwerklichen Kostbarkeiten und Raritäten führt zu grandiosen und prachtvollen Sammlungen. Es sind die großen Dynastien der Medici, Gonzaga und Farnese, die mit ihrer Vielfalt an Kunstschätzen Vorbild werden für ein ganz einzigartiges Phänomen – die Kunst- und Wunderkammer.
Das Interesse an Raritäten, Kuriositäten und exotischen Exponaten spiegelt die Faszination an der Entdeckung „neuer“ Welten wieder und bereichert damit die traditionellen Kunstsammlungen. Die gesamte Welt in ihrer Vielfalt im Mikrokosmus einer Kunst- und Wunderkammer darzustellen und sie auch gleichzeitig zu ordnen entspricht der Gedankenwelt der Spätrenaissance.
Dieser Idee entsprechend entstehen ab dem 16. Jhd. nördlich der Alpen beeindruckende Sammlungen, zu denen auch die Münchner Kunst- und Wunderkammer Albrecht V. (1550-1579) gehört. Sie setzt das italienische Vorbild in einer ganz einzigartigen Weise um, bildet den Grundstock vieler Münchner Museen und verwirklicht durch ihre konzeptionelle Gestaltung schon sehr früh die Ideenwelt eines Museum.
in Verbindung mit anschließender Mitgliederversammlung:
- Berichte der Mitglieder des Vorstands
- Diskussion
- Entlastung des Vorstands