start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7
Vortrag mit Lichtbildern
Referentin: Martina Sepp, Dozentin
Seit Jahrtausenden bilden die Alpen eine Transregion zwischen Nord und Süd, die Schwierigkeit sie zu überwinden verlangsamte und erschwerte jedoch bis ins 19. Jhd. den Transfer von Waren und Wissen zwischen Italien und Bayern.
Den Grundstock für die Infrastruktur der Handelswege über die Alpen legten die Römer mit ihrem gewaltigen Expansionswillen. Seit dem Mittelalter wird Venedig durch die Kreuzzüge für die Erschließung des Orienthandels wichtig. Luxusprodukte wie Seide und Gewürze werden gegen Pelzwaren und Metalle eingetauscht.
Zeugnis für diesen florierenden Warenaustausch ist der Fondaco dei Tedeschi, Handelsniederlassung der deutschen Kaufleute am Canal Grande. Entlang der Route über Brenner, Fernpass und Reschen profitieren Märkte wie Bozen, Innsbruck und Mittenwald vom regen Handel, transportiert werden die Güter von Säumern und der Rottfuhr – einem frühen Speditionsverfahren. Doch es sind nicht nur Handelswaren, die ihren Weg vom Süden nach Bayern finden, Künstler und Handwerker zieht es in die großen Kulturzentren Italiens. Die dort erworbenen neuen Erkenntnisse, Ideen und künstlerischen Impulse führen wiederum zur Blüte in bayerischen Metropolen.