start: 19:00 hrs
location: Spanisches Kulturinstitut "Cervantes", Alfons-Goppel Str. 7 (hinter der Residenz)
Vortrag
Referent: Prof. Dr. Johannes Nollé
Die keltische Siedlung Lutetia an der Seine, später im römischen Reich als „Parisia“ (Paris) bekannt, wurde erstmals schriftlich im sechsten Buch Cäsars „De bello gallico“ erwähnt. Die Römer legten dort einen neuen Stadtteil mit Forum, Thermen, Tempeln und Straßennetz an (Quartier Latin). Seit 358 war Paris Residenz des Unterkaisers Julian und seines Nachfolgers. Im übrigen Land errichteten die Römer Arenen, Theater, Tempel, Brücken. Und Aquädukte: 75 km lang zur Versorgung von Lyon, 50 km das bei Nimes (Pont du Gard). Die keltische Sprache wurde durch den Kulturimport verdrängt, das Französi-sche basiert nahezu ausschließlich auf dem Lateinischen. Der Druidenkult wurde von den Kaisern Augustus und Claudius verboten.
Das 2. – 4. Jahrhundert war eine Zeit kultureller Blüte, dann endete die Herrschaft der Römer. Ein spannendes Thema!