start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Straße 7, 80539 München
Vortrag
Referent: Dr. Tobias Daniels, Univ. München
Die italienischen Universitäten haben noch heute klingende Namen, allen voran Bologna, die Alma Mater studiorum, die als Wiege der Universitäten in Europa gilt. Neapel nennt seine Universität nach ihrem Gründer „Federico II“. In Padua, wo Galileo Galilei lehrte, befindet sich aus seiner Zeit ein berühmtes anatomisches Theater. In der Tat sind die Hohen Schulen ein Produkt der Gelehrtenkultur, die neben Frankreich vor allem auch in Italien ihren Anfang hatte. In Italien entwickelte sich die Rechtsgelehrsamkeit im eigentlichen Sinne, aber auch der Renaissance-Humanismus und die schönen Künste. Die italienischen Universitäten waren internationale Anziehungspunkte, zumal für adlige Studierende aus Ländern nördlich der Alpen. Die meisten Nicht-Italiener, die sich nach Bologna, Padua, Pavia, Pisa und selbst nach Rom begaben, waren die Deutschen. Was sie dort suchten und wie die italienische Kultur sie prägte, das ist Thema des Vortrags.