„Juden in Italien – Aspekte einer wechselvollen Beziehung.“

26. Mai 2023
start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs

location: Instituto Cervantes - Alfons-Goppel-Strasse 7 - 80539 München

Vortrag
Referent: Dr. Stefan Winter

Bestanden schon seit der Spätantike jüdische Gemeinden im RömischenReich, wanderten sie wegen der Repressionen in Spanien im 16. Jahrhundertnach Italien ein. Während in Venedig von 1516 bis 1797 ein ummauertesGhetto bestand, was die Juden auch schützte, ließ Papst Paul IV sie verfolgen,er zwang sie bis 1848 in besonders beschränkten Verhältnissen zu leben.

Großzügig hingegen verhielt sich der toskanische Großherzog Cosimo. Im Gefolge der Revolutionen wurden sie in Turin unter Cavour gleichberechtigt, dort wurden Synagogen errichtet. Im neuen Staat Italien konnten sie zwei Ministerpräsidenten stellen. Der Faschismus diskriminierte die Juden ab 1938 mit Rassegesetzen, 1943 wurden 183 Juden aus Ferrara nach Deutschland deportiert.