Malta – Insel und Republik

08. Juni 2018
start: 19:30 hrs
end: 21:00 hrs

location: Instituto „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7

Vortrag mit Lichtbildern

Referent: Gerhard Kotschenreuther, Oberstudienrat

Die Insel, 60 km südlich von Italien, wurde schon in der Steinzeit besiedelt, wie die erstaunlichen Tempelanlagen von Tarxien, Hager Qim und Muajdra bezeugen. Später folgten die Phönizer, die Karthager, die Römer, die Byzantiner bis 870 und die Araber bis 1090. Im Jahr 1530 wurde Malta von Kaiser Karl V. den Ordensrittern überlassen, die durch die Türken von der Insel Rhodos vertrieben worden waren. Von da an herrschten die Ordensritter („Malteserritter“) über die Insel, die zum Bollwerk gegen die Türken wurde. Nachdem kurzzeitig Napoleon die Insel erobert hatte, übernahmen die Engländer die Herrschaft, die bis 1964 währte.

Im Zweiten Weltkrieg (täglich von der deutschen Luftwaffe bombardiert) diente Malta den Alliierten als Sprungbrett zur Landung in Italien. Mit seinen rund 400.000 Einwohnern ist Malta inzwischen der kleinste EU-Mitgliedstaat. Die Nähe zu Italien und die wechselvolle Geschichte spiegeln sich in den gewaltigen Befestigungsanlagen, den Bauten und Kunstwerken Maltas wieder.