start: 19:00 hrs
location: Spanisches Kulturinstitut "Cervantes", Alfons-Goppel Str. 7 (hinter der Residenz)
Vortrag mit Lichtbildern
Referent: Dr. Peter Peter
Von Vergils Georgica-Gedichten bis zu den liebenden Gärtnergöttern Pomona und Vertumnus – Italien wurde schon in der Antike wegen der Pracht seiner Früchte gepriesen. Im Mittelalter ist der blumenreiche hortus conclusus ein Thema der Marienmalerei, reale Gärten erblühen vor allem in Kreuzgängen und vor Franziskanerklausen.
Renaissance und Manierismus erleben eine Hochblüte italienischer Parkkultur. Mit Wasserspielen, Grotten und Labyrinthen kreieren Landschaftsarchitekten neoantike Pracht: Berühmt sind die Giardini di Boboli in Florenz, die Villa d’Este in Tivoli und Kardinalsvillen im Latium. Die Gartenbaukunst strahlt aus nach Frankreich und England, wo man Parks gern palladianisch aufhübscht. Im 19. Jh. kommt der Italian Garden zurück nach Italien: Expats ersinnen Parks wie die Villa Hanbury bei Bordighera oder die Villa Cimbrone oberhalb von Ravello, die noch heute Gartenfreunde aus aller Welt begeistern.