start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto Cervantes - Alfons-Goppel-Strasse 7 - 80539 München
Vortrag
Referentin: Dr. Dorothée Siegelin-Berz
Ab dem 15. Jahrhundert wird ein antiker Gedanke wiederbelebt: die Idee des Ruhmes. Nicht nur im christlichen Sinne, sondern auch durch Ruhm (beispielsweise durch große Taten als Feldherr) kann man unsterblich werden. Es werden nach dem Vorbild der Antike Triumphzüge veranstaltet (z.B. ließ sich Julius II in Bologna als neuer Julius Caesar feiern), und es gibt Triumphzüge im Medium der Kunst. Andrea Mantegna malte für die Gonzaga in Mantua einen
Zyklus von 9 großformatigen Bildern, die den Triumph Caesars darstellen (circa 1484-95).
Kaiser Maximilian I erkannte das Potential von Kunst zur
Herrscherinszenierung und zur Formulierung von Staatsvorstellungen. In seiner Regierungszeit gab es eine Hofkunst, die von Dürer koordiniert wurde.
Humanisten lieferten dazu die anspruchsvollen Programme. Vor allem die relativ neue Druckgrafik wurde dabei als Medium genutzt. Es entstanden Ehrenpforten und Triumphzüge als riesige Holzschnitte – ein einmaliger Vorgang in der Kunstgeschichte.
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Alle Veranstaltungen finden im Spanischen Kulturinstitut „Cervantes“, Alfons-Goppel-Str. 7(hinter der Residenz) statt soweit nicht anders angegeben.