start: 19:00 hrs
end: 20:30 hrs
location: Instituto Cervantes - Alfons-Goppel-Strasse 7 - 80539 München
Powerpoint – Vortrag
Referentin: Martina Sepp, Kunsthistorikerin
Die Verbindung zweier Herrscherhäuser durch Heirat diente schon immer als bewährtes Mittel um politischen Einfluss zu vergrößern und dynastische Ansprüche zu festigen. Die Beziehungen Italiens und Bayerns wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder durch solche Bündnisse gestärkt und intensiviert. Daraus resultierte meist ein reger kultureller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Austausch.
Bekannt sind vor allem die enormen kulturellen Einflüsse durch die Verbindung des bayrischen Kurprinzen mit der savoyischen Prinzessin Henriette Adelaide im Zeitalter des Barocks. Doch bereits im frühesten Mittelalter finden die ersten dynastischen Berührungspunkte zwischen den beiden Regionen statt. Das bayrisch-lombardische Bündnis wird immer wieder erneuert, auch der legendenumwobene Herzog Tassilo war mit einer lombardischen Prinzessin verheiratet.
Im 15. Jhd. spülte die Mitgift der sogenannten „Hunderttausend-Gulden-Töchter“ der Visconti unermessliche Geldsummen in die notorisch leeren Taschen der Wittelsbacher.
Aufsehen erregte Marie in Bayern, eine Schwester von Sisi, als letzte Königin beider Sizilien, ihre unkonventionelle Art und ihr mutiges Auftreten in der Schlacht von Gaeta bleibt bis heute unvergessen.
So sind die Folgen dieser vielfältigen, einflussreichen, aber teilweise auch kuriosen Verbindungen bis heute spürbar und nachhaltig.